BERGLAUF  PUR

Hawaii

 

 

  Erlebnisberichte 31. März 2005

 



     
     
 


     

  

Trainingslauf Run to the Sun - Haleakala/Maui

Run to the Sun - Der höchste Straßenberglauf der Welt
Straßen-Ultra-Berglauf - 56,4 km und 3090 Gesamthöhenmeter

Start: Kahului 5 m Hauptstadt von Maui, Hawaii

Ziel: Volcan Haleakala 3050 m (Summit)
Startzeit: 4:30 am (in der früh) Zeitlimit: 10 Stunden 
Zeitlimit: 10 Stunden  -  Teilnehmer: 80  -  im Ziel: (Zeitlimit 10 Std.)
57 Teilnehmer davon 16 Frauen  = enorm hoher FrauenanteilAnteil.


Run to the Sun
26. März 2005 -56,4 Km - 3090 Hm - Hawaii Insel Maui

57 Teilnehmer klassifiziert
1
SPECK Mark
5:36
USA
2
Glaus Eric
6:14
USA
3
Cowan John
6:28
USA
4
Hipps Lawrence
6:36
USA
5
Kaiser Nick
6:40
USA
6
Huff Jeff
6:56
USA
7
Allhoff Hans
7:01
USA
8
Ackdoe Erol
7:02
USA
9
Mackie Glenn
7:06
USA
10
Reitmeir Helmut
7:12
GER
22
Müller Wolfgang
8:19
GER
davon 16 Frauen
1
Goldsmith Lisa
6:35
USA
2
Hart Ellen
6:42
USA
3
Park Luanne
6:53
USA
4
Whitney Kaye
7:26
USA
AK - 60
1
Reitmeir Helmut
7:12
GER
2
Fallis Don
8:21
USA
3
Osherhoff William
8:36
USA

      

Ergebnisliste aus dem Computerland USA
Run to the Sun auf Maui/Hawaii - 56 km und 3090 Höhenmeter nur bergauf!
Man kann Reitmeir schon sehr verschieden schreiben, aber so hab ich es noch nicht gesehen.

Wolfgang und Helmut auf der Finisher-Party

     

Am Freitagnachmittag, Karfreitag war’s in der Heimat, traf ich mich mit Wolfgang Müller und Dieter Schernau
in der Maui-Mall in Kahului auf Maui/Hawaii bei ca. 35 Grad, um die Startnummer abzuholen für den
„Run to the Sun“
.

Wolfgang war die ganze Woche schon ziemlich bleich, trotz Sonne und Hitze, aber eben grade deswegen. Ich habe ihm immer wieder erklärt, dass die Hitze beim Lauf in der Höhe kein Problem darstellt, da es am Samstag, also am Lauftag, regnen würde. Nix – er hat es nicht so recht geglaubt, er traute dem Frieden nicht und meiner Wettervorhersage (aus dem Internet) auch nicht. Der 55-Jährige ist ein erfahrener Ultraläufer (Biel, Comrades, Davos, über100 Marathons usw.) und außerdem sind wir schon neunmal zusammen den Jungfrau-Marathon gelaufen.

 

Aufstehen um 2 Uhr in der Nacht. Den Wecker hätten wir nicht stellen müssen, denn Regenschauer und Sturmböen jagten über die Insel. Vom Berg war sowieso nichts zu sehen. Um 4 Uhr waren wir wieder bei der Maui-Mall, Wolfgang wurde in der Zwischenzeit noch bleicher. Keiner wusste so recht was er anziehen sollte. 4.30 Start. Ca 100 Starter incl. Teamläufer liefen in die Finsternis rein. Nach 2 Minuten war ich klatschnass, die Füße sowieso, weil in der Dunkelheit die Pfützen nicht erkennbar waren. Grausamer Wind und dichter feiner Regen. Bis Meile 15 lief ich mit Lisa, der späteren Siegerin. Es war ihr erster Ultra. Dann hatte ich die ersten leichten Probleme. Wie es Wolfgang ging, wusste ich nicht. Da man die ersten 2 Stunden in völliger Dunkelheit lief, sah man leider sowieso nicht, dass man durch Kulturland lief, Zuckerrohrplantagen, Ananasfelder usw. Meilenangaben waren nicht vorhanden. Ab Meile 15 ging’s dann auf die reguläre Haleakala Straße.   Die „Radfahrer“ haben mich schon etwas genervt, also die, die mit dem Auto hochgefahren werden und dann langsam mit Rad-Guide in Gruppen den Berg runterfahren (nicht besonders sportlich).    
Die Helferfahrzeuge an der Strecke waren ständig unterwegs und fragten, ob alles o.k. sei.
Die Versorgung optimal alle 2 bis 3 Meilen.

 

     
Farbspiel am Kraterrand des Haleakal
 
Training auf der Insel Kauai
 

Ab Meile 20 jede Meile eine Verpflegungsstelle mit Wasser, Cola, Mineral, Brezel, Riegel usw. So nach 3 Stunden ließ der Regen nach, der Haleakala war in Wolken, dafür wurde es kälter und ich langsamer. Weder vor noch hinter mir ein Läufer, aber mit Heidis Hilfe hatte ich eine gute Orientierung, da sie mit dem Auto mitfuhr. Der Haleakala ist Nationalpark und man darf nur an bestimmten Stellen parken und es darf nichts weggeworfen werden (Disqualifikation). Unterstützung durch Helfer darf nur im Bereich der offiziellen Verpflegungsstellen angenommen werden.

 

So bei der 25. Meile wurde es plötzlich wieder wärmer. Einem Helferfahrzeug gab ich meine dünne Regenjacke und Mütze und weiter ging’s. Heidi signalisierte, dass ich noch in der angepeilten Zeit lag, aber irgendwie muss so eine Meile für mich 2 Kilometer haben. Nach einer Stunde wurde es wieder kalt. Vom Berg immer noch nichts zu sehen, ich hatte aber schon das Gefühl, bis zum Summit durchzuhalten.

Meile 32, kalt, kein Berg zu sehen, Nebel, das Knie schmerzte, seit 6:30 Stunden unterwegs.

Für die letzten 3,4 Meilen habe ich 40 Minuten gebraucht (wo gibt’s denn so was?). Nach 7:12 Stunden war ich im Ziel am Summit, wo ich das Finisher Shirt und einen Handgeflochtenen Kranz aus Blättern erhielt, Ich bekam noch eine wunderschöne Siegermedaille aus Keramik für die AK60.


 
     

 

Beim „Run to the Sun“ habe ich weder die Sonne noch den Berg gesehen, dafür in den Beinen gespürt.

Humpelnd verließ ich den Gipfel und Heidi fuhr mich in’s Hotel. Wolfgang haben wir noch auf der Strecke kämpfen sehen. Er hatte ja mit Dieter seinen eigenen Betreuer. Letztendlich war es „sein Wetter“.

Bei der Picnic Party im Beach Park bei Hot Dogs und Hamburgers, Getränken und Lifemusik erklärte der Veranstalter, dass es bei den 25 Ausrichtungen dieses Laufes noch nie so mieses Wetter gab.




Das ist der höchste Berg der Welt - war ich natürlich oben - mit dem Auto!
Der Vulkanberg heißt Mauna Kea (haweiisch "weißer Berg") und misst vom Meer aus nur 4205 Meter
Vom Meeresgrund bis zum Gipfel ist er etwa 10.205 Meter hoch. Da er auf Grund seines hohen Gewichts in den Meeresboden eingesackt ist, liegt der eigentliche Fuß des Berges unter dem Meeresgrund. Vom Fuß bis zum Gipfel
ist der Mauna Kea über 17.000 Meter hoch. So betrachtet ist er der höchste Berg der Erde.




     
  Teilgebiete der Insel Kauai ist der regenreichste Ort der Welt  
Die Lava reicht bis ins Meer
 

Einer der größten Krater der Welt   Silversword
So geht`s auch im Krater  
wächst nur auf dem Haleakala

Einige Tage vorher sind wir im Krater bei herrlicher Sonne gewandert und haben das Farbenspiel der Natur bewundert. In einigen Millionen Jahren wird es diese wunderschöne Insel nicht mehr geben.

Denn alles was entsteht,

ist wert, dass es zu Grunde geht (Goethe)


           Die 5 Hauptinseln - von oben          
     
  Kauai-Oahu-Molokai-Maui-Hawaii=Big Island     
In der Mitte der Hawaii Rücken
  Hawaiien Airline  
 

.

Die Hawaiien Islands (früher Sandwich Inseln)

Seit 1900 Territorium der USA, seit 1959 offiziell der 50. Bundesstaat der USA.

Die Hawaii-Inseln sind die am weitesten von anderen Inseln oder vom Festland entfernten Inseln der Erde. Insgesamt haben sie eine Länge von 2500 km aus einer Kette von 130 Inseln. (Koralleninseln mit einbezogen)

Nur die südlichsten 20 Inseln werden als Hawaii-Inseln bezeichnet. Die Hauptinseln haben eine Fläche von ca.16 000 qkm, Big Island 10 000 qkm, das ist immerhin ein Viertel der Schweiz.

Die beiden höchsten Gipfel liegen ebenso auf Big Island mit dem Mauna Loa 4169 und Mauna Kea  4205 m.

Die Geologen denken sich das Wasser weg (Weil sie nicht genau wissen wo es herkommt) und ermitteln somit den höchsten Berg der Erde. (so sind sie halt, die Geologen) Bis zum Fuß der Vulkane sind es von Meereshöhe nochmals 5000 Meter, somit sind die beiden 9200 Meter hoch.

Insgesamt leben auf Hawaii ca. 1,3 Mill. Menschen. 870 000 auf Oahu mit der riesigen Hauptstadt Honolulu.

Die Inseln liegen knapp südlich des nördlichen Wendekreises.

Im Winter hat der Tag 11 Std. im Sommer 13 Std. Zeitdifferenz zu Berlin ist 11 Std. Man muss zwischen
35-40 Std. Reisezeit rechnen.

Wirtschaft:

Hauptwirtschaftsfaktoren sind der Anbau von Zuckerrohr und, ab 1901, Ananas (Dole)

Mittlerweile ist der größte Wirtschaftszweig der Tourismus. Ca. 7-8 Mill. Besucher im Jahr, meist Festlands-Amerikaner und Japaner. Zunehmend auch schon Koreaner und Chinesen. Deutsche so gut wie überhaupt keine.

Nur noch 1% sind echte Hawaiianer mit polynesischen Ursprung (statistisch 20%) 25% Weiße und Japaner, 10% Fillipinos, 5% Chinesen.

Klima:

Von den 22 verschiedenen Klimazonen der Erde existieren 21 auf den Hawaii-Inseln, von der Wüste bis zum tropischen Regenwald.

Auf der kleinen Insel Kauai z.B. hat es südwestlich ein wüstenartiges Klima und 20 km entfernt im Landesinneren hat es den regenreichsten Punkt der Erde. Von den Passatwinden herangeführte Wolken aus Nordost regnen sich an den hohen Bergen ab. Bestimmte Teile der Insel sind immer in Wolken, ebenso auf Maui.

Die Wassertemperatur ist ganzjährig 22 Grad und es hat traumhafte einsame Strände.

Ich habe die 4 größten Inseln besucht. Big Island ist geologisch die interessanteste, Kauai die Schönste und Maui die Teuerste. (Hotels u. Golfplätze) In Oahu war ich nur in der Hauptstadt Honolulu. Da ist der Internationale Airport.

Eigentlich sind alle 3 Inseln einen Besuch wert, da sie sehr unterschiedlich sind.

Billig ist der Trip nicht. Flug, Inselflüge und ein Auto muss man auf jeder Insel haben und die Übernachtungen gehen auch nicht gerade günstig her. Ein Vorausbuchen ist empfehlenswert.

Das Essen ist ausgezeichnet, Fisch Mahi Mahi und natürlich die Steaks sind preiswert, tropische Drinks und German Bier teuer. (das dortige Bier kann man aber wirklich nicht trinken)

Die Insel Kauai  
Zuckerrohr im Vordergrund
   
   
Zuckerrohr...
 
...mit den berühmten Regenbögen
 
Zuckerrohrfabrik auf Kauai
     
 
     
 
Waimea Canyon, Insel Kauai
  Na Pali Coast. Insel Kauai  
               
         
 
Insel Kauai
   
Na Pali Coast. Insel Kauai
 
 
               
         
 
Der Kaffe ist...
...ausgezeichnet
Auf einem Friedhof
 

 

Alle Inseln sind vulkanischen Ursprungs, entstanden durch die sogenannten HOT SPOTS,
aber nur auf Big Island gibt es einen aktiven Vulkan, den Kilauea.

Die ersten Inseln entstanden ca. vor 80 Mill. Jahren.

1983 begann einer der längsten Vulkanausbrüche seit Menschengedenken. Die Eruption des Kilaueas dauert bis heute an. Über 100qkm wurden bisher bedeckt.

Auf Grund des geringen Gasgehaltes der Lava auf Hawaii ist das nicht gefährlich. Die Lava zieht sich nur zäh dem Meer entgegen oder erkaltet schon weit vorher. Dadurch kann man dieses Schauspiel sehr gut beobachten.

Ich zeige hier einige interessante Lavainspirationen alle von "Big Island"


       
     
Bambus und Mieze in der Abendsonne
Dschungel auf Big Island  

 
 
 
 
  Lavaschlot  
Stricklava  
 
 
 
 
  Zähfließende, glühende Lava  
Canyons auf Big Island
  Krater am Mauna Kea 4205 m Big Island  
     
 
Insel Maui
 
Weideland auf Maui
 

 

Die Blumenbäume von Hawaii

 

       
       

 

Von Bäumen verstehe ich nicht viel, aber fasziniert haben sie mich
       
       
Auf Big Island
 
       
  Insel Kauaii    
Insel Kauaii
 
       
 

Big Island, in diesem netten Dschungelhäuschen hab ich übernachtet. Ziemlich feucht, auch die Zimmer, aber

ein heißer Pool vor der Tür mitten in den Farnen.

   

Wenn man 100 Höhenmeter von dem Dschungel,

linkes Bild, hoch fährt, dann schaut es so aus. Ein riesiger Krater den ich durchwandert habe.

 

       
       
 
       
  Die Alpspitze einmal anders gesehen. Riesige Lavaauftürmung auf Big Island.  Ca. 5 Hm    
Unsere Alpspitze im Frühjahr 2005
 

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