Mehr als Marathon sollte es schon sein und mindestens 2000 Höhenmeter rauf, gegebenenfalls auch runter.
Meistens erreichen diese Läufe die Höhenmeter nur in der Kumulation.
Ein 50 km Lauf über irgendwelche Buckel, Mugel oder Hügel die dann zusammen gerechnet 1000 Hm ergeben haben nichts mit einem Ultraberglauf zu tun, denn Ultra muss die Strecke und der Berg sein. Der Ultraberglauf besteht auch überwiegend aus Bergwegen oder Pfaden, neudeutsch Trails.
Viele dieser Läufe sind Start-Ziel Strecken. Dadurch weisen sie genauso viele Höhenmeter rauf wie runter auf. Nicht gerade optimal für unsere Gelenke, dafür meistens ein grandioses landschaftliches Erlebnis sowie differenziertes Laufen im Gelände.
Bei einem klassischen Berg Ultra sollte jeder Schritt und Blick eine andere Perspektive aufweisen, so lassen sich die Endorphine aktivieren. Außerdem sind steile und schwierige Bergabpassagen für die Orthopädie besser als relativ flache und lange Bergstraßen und Forstwege, die mit hohen Tempo, langen ungewohnten Schritt und falscher Lauftechnik zu wesentlich mehr Verletzungen führen können.
Ich habe mir für das Training zum Grand Raid auf La Reunion sowie beim Lauf selbst keinerlei Verletzungen eingehandelt.
Trotzdem warne ich davor, diese 125 km und 8200 Höhenmeter rauf wie runter bei teilweise brutalen Bergpfad-Verhältnissen und Klimawechsel (unsere Bergwege in den Alpen sind dagegen meist Autobahnen) zu verharmlosen und zu unterschätzen.
Genau genommen gibt es in Deutschland noch keinen Berg Ultra . „Schwäbisch Gmünd “ oder „Rennsteig“ sind LANDSCHAFTS-ULTRAS.
Klar, ein Ultra Berglauf ist bei uns in Deutschland nur in den Alpen möglich.
Nachdem der DLV das Berglaufzentrum nach Unterhamersbach (ja wo ist das?) verlegt hat, wird er sicher auch die Berge dorthin verlegen.
Viel Spass dabei!
2003 hat Helmut Zacherl im Allgäu einen guten Ansatz in dieser Richtung unternommen, eine hervorragende Internetseite hierfür installiert, eine wunderschöne Wegstrecke ausgewählt.
Leider wurde diese Erstveranstaltung abgesagt mangels Teilnehmer.
Sehr zu meinen Bedauern, noch dazu bei diesem super Sommerwetter.
Natürlich geht es bei solchen „Dingern“ wirklich zur Sache und mit der Masse der Hügelläufer ist das nicht machbar.
Berg Ultras können sooo unterschiedlich sein, gerade darin haben sie ihren Reiz.
Diese RUNS mache ich wirklich für mich selbst!
Es gibt weltweit eine Vielzahl herrlicher BERG-ULTRAS. Ich greif einige mal raus und stell sie mit Bildern vor.
Der Größte und bekannteste sowie schönste, eventuell auch der schwierigste ist der auf
La Reunion.
Davos meint zwar sie haben den Größten, absoluter Irrtum (der Röschtigraben ist halt tief)
In den Alpen zählt er sicher zu den bekanntesten.
Aber laufen Sie mal den DEFI de MUVERAN im Kanton Vaude und Valais, 60 km 5600 Hm, dann wissen Sie wirklich was Berglauf ist.
Nicht weit davon gibt es den Dent du Midi, aber Vorsicht, Sie sollten schon Bergerfahrung haben.
Wiederum um die Ecke ist der Sierre Zinal, einer der ältesten Bergultras. 2004 wurden dort die 1. inoffiziellen Berglauf-Weltmeisterschaften durchgeführt.
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