BERGLAUF PUR   DIE ALPEN



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  Denk daran - oder der "Boandlkrama" holt Dich   "Memento Mori"  oder "Boandlkrama"  


 
  Mythos Berge

Die Einen kraxeln den Berg hoch,
die Anderen rennen den Berg hoch
und wieder Andere laufen einen
Hügel hoch!


click

Luis%20Trenker-2.pdf
   



Extrem - Berglauf, nicht Klettern


       
 
Am Loser, Berg im Ausseerland/Österreich
mit 1838 Meter - 19. Mai 2012
Durchschnittliche Steigung 98 Prozent
  Schafberglauf - Österreich 20. Mai 2012
Durchschnittliche Steigung 21,3 Prozent
  Ziel der Berglauf WM 20. Mai 2012
Durchschnittliche Steigung 8,0 Prozent
 


Der höchste Berg der Welt

Am 29. Mai 1953 setzte das erste mal ein Mensch den Fuß auf den höchsten Berg unserer Erde, auf den Mount Everest, 8850 Meter Grenzberg Nepal/China/Tibet.


Edmund Hillary, geb. 20. Juli 1919 in Auckland/Neuseeland - gest. 11. Jan. 2008
Tenzing Norgay, geb. 29. Mai 1919 in Tibet - gest. 11. Jan. 1986 in Darjeeling/Nepal


Der Bienenzüchter und Extrem-Bergsteiger aus Neuseeland
Sir Edmund Hillary bestieg mit Sherpa Tenzing Norgay den höchsten Berg unserer Erde.

Das Bergsteigen lernte Edmund Hillary schon als Kind in den neuseeländischen Alpen.

1948 bestieg er erstmalig den Mount Cook, 3754 Meter über den Südgrat.

am 29. Mai 1953 erreichten sie unter riesigen, gefährlichen Strapazen (fast) gemeinsam den Gipfel.

Wenige Monate später wurde Hillary von der englischen Königin, Elisabeth II zum Ritter geschlagen.
Diese Ehre wurde dem Sherpa Norgay verwehrt und er erhielt nur den George Medal Orden (zweithöchste britische Auszeichnung)

Von 1984 bis 1989 war Sir Edmund Hillary Botschafter Neuseelands in Indien, Bangladesh und Nepal. Er war auch Ehrenpräsident der Naturschutzorganisation Mountain Wilderness.

Hillary setzte sich jahrzehntelang für die Menschen in Nepal ein. Er sammelte Geld, mit dem er Schulen und ein Krankenhaus in Norgays Heimat baute. Im Gegensatz zu anderen Bergsteigern äußerte Hillary nie den Wunsch, auf einem Gipfel beigesetzt zu werden. Er verfügte, dass seine Asche vor der Küste von Auckland ins Meer gestreut werden soll.

 
Die Nordseite vom Weg zum Basislager aus gesehen
Mount Everest, die Nordseite v. Weg zum Basislager aus gesehen. Click auf Bild zur Vergrößerung.
Quelle Wikipedia
   
     
Edmund Hillary und Tenzing Norgay
 

   
http://o2.welcomescreen.aol.de/
video/mann-springt-mit-wingsuit-vom-mount-everest/517796225/click
 
 
Sir Edmund Hillary
     
   
 
Milford - Sound - Südinsel Neuseeland
 
Mount Cook  3764 m - Südinsel NZL

   
Helmut Reitmeir
Wellington Marathon Jan. 2003
Sieger AK 55



Die Alpen - Höchstes Gebirge Europas

Das Mont-Blanc Massiv bei Chamonix mit dem höchsten Berg Europas. Von links Mt Blanc du Tacul 4248 m, Mt Maudit 4365 m, in den
Wolken daneben der Mont Blanc mit 4810 m, rechts mit aufgesetzter Wolke Dome du Gouter 4304 m, ganz rechts Aiguille du Gouter 3863 m



   

Mont Blanc - Höchster Gipfel der Alpen mit 4807 Meter

in Frankreich. Erstbesteigung 1786 durch

Balmat und Paccard. In 4362 m liegt das
Observatorium Vallot. Der Gipfel befindet sich
auf französichen Gebiet. Grenzberg zu Italien.

  Links der "Eiger" 3970 Meter und Mönch Erstbesteigung der Eiger Nordwand 1938  von den Deutschen Anderl Heckmair und
Ludwig Vörg und den Österreichern Fritz Kasparek und Heinrich Harrer.
Bisher sind am Eiger 66 Menschen ums Leben gekommen,
davon 52 in der Nordwand.
 
Matterhorn,
4478 Meter/Wallis/Schweiz
siehe auch Alpen Teil 2

       
  Der Mont Blanc vom Breithorn (Wallis) aus.   Matterhorn, der meistfotografierteste Berg der Welt  
Das Breithorn 4164 Meter, Schweiz
 

     
  Die Berninagruppe - Schweiz höchster Berg der Ostalpen Piz Bernina 4049 Meter   Zugspitze rechts ist mit 2962 Meter höchster Berg Deutschlands im
Wetterstein Gebirge. Links die Alpspitze
 

     
  Die Silberhörner unterhalb der Jungfrau - Berner Oberland/Schweiz      

Die Alpen reichen im Süden von Genua, bis nördlich an den Genfer See und von dort ostwärts bis zur Donau bei Wien.

Die Alpen sind etwa 1200 km lang und 150 - 200 km breit. Sie bedecken eine Fläche von 220 - 240 Tsd. qkm.
Nicht ganz die Fläche der früheren BRD.
Es gibt 67 Viertausender in den Alpen, aber nur einen in den Ostalpen den Piz Bernina (Ohne Nebengipfel)

click zum vergrößern



 

Die größte Gebirgskette der Welt
sind die Anden,
Cordilleras de los Andes
.

Sie sind 7500 km lang und haben eine Gesamtfläche von ca. 1,6 Mill. qkm.
Landschaftlich sind sie das mannigfaltigste Gebirge unserer Erde
mit allen Klimazonen.

Höchster Berg, der Aconcagua
mit 6960 m.


Im Bild der Alpamayo,5947m 

Er wurde zum schönsten Berg der Welt gewählt.   
Nördliche Cordillera Blanca.

 




Flagge der Schweiz    
 Flagge Italiens
Flagge Österreichs
Flagge Frankreichs (Tricolore)
Flagge der Bundesrepublik Deutschland
Landesrautenflagge von Bayern
Flagge Sloweniens
Nationalflagge von Liechtenstein


Alpenkarte


  1

Ligurische Alpen

12  Bergamasker-Alpen

23  Bayerische Alpen

34  Bachergebirge

  2

Provencialische Alpen

13  Rätische Alpen

24  Kitzbühler Alpen

35  Seetaler Alpen

  3

Meeralpen

14  Glarner Alpen

25  Hohe Tauern

36  Saualpe

  4

Cottische Alpen

15  Rätikon

26  Salzburger Kalkalpen

37  Karawanken

  5

Französische Kalkalpen

16  Silvretta

27  Niedere Tauern

38  Gurktaler Alpen

  6

Dauphine-Alpen

17  Allgäuer Alpen

28  Totes Gebirge

39  Julische Alpen

  7

Grajische Alpen

18  Lechtaler Alpen

29  Eisenerzer Alpen

40  Gailtaler Alpen

  8

Savoyer Alpen

19 Ötztaler Alpen

30  Wienerwald

41  Karnische Alpen

  9

Walliser Alpen

20  Stubaier Alpen

31  Fischbacher Alpen

42  Venezianer Alpen

  10

Berner Alpen

21  Zillertaler Alpen

32  Gleinalpe

43  Dolomiten

  11

Tessiner Alpen

22  Karwendel Gebirge

33  Koralpe

 



  Die höchsten Berge der Alpen

Gipfel
Höhe
Land
Gebirgsgruppe
1
Mont Blanc 4810 m France Mont Blanc Gruppe
2
Mont Blanc de Courmayeur       4748 m Italy Mont Blanc Gruppe
3
Dufourspitze  4634 m Helvetia/Italy Monte Rosa Gruppe
4
Dom 4545 m Helvetia/VS Mischabel
5
Lyskamm 4527 m Helvetia/ VS/Italy Lyskamm Gruppe
6
Weisshorn 4505 m Helvetia/VS Weisshorn Gruppe
7
Täschhorn 4491 m Helvetia/VS Mischabel
8
Matterhorn 4478 m Helvetia/VS/Italy Matterhorn Gruppe
9
Mont Maudit 4465 m France Mont Blanc Gruppe
10
Dent Blanch 4357 m Helvetia/VS WeisshornGruppe
11
Nadelhorn 4327 m Helvetia/VS Mischabel Gruppe
12
Grand Combin 4314 m Helvetia/VS Grand Combin
13
Finsterahorn 4274 m Helvetia/Bern Bern
14
Zinalrothorn 4221 m Helvetia/VS Weisshorn Gruppe
15
Grandes Jorasses 4208 m France Mont Blanc Gruppe
16
Alphubel 4206 m Helvetia/VS Mischabel Gruppe
17
Rimpfischhorn 4199 m Helvetia/VS Mischabel Gruppe
18
Aletschhorn 4195 m Helvetia/Bern Bern
19
Strahlhorn 4190 m Helvetia/VS Mischabel Gruppe
20
Dent d`Herens 4171 m HelvetiaVS/Italy Matterhorn Gruppe
21
Breithorn 4164 m Helvetia/VS Lyskamm Gruppe
22
Jungfrau 4158 m Helvetia/Bern Bern
23
Aiguille Verte 4122 m France Mont Blanc Gruppe
24
Mönch 4107 m Helvetia/Bern Bern
25
Barre des Ecrins 4102 m France Ecrin Gruppe
26
Schreckhorn 4078 m Helvetia/Bern Bern
27
Grand Paradiso 4061m Italy Grand Paradiso Gruppe
28
Piz Bernina 4049 m Helvetia Bernina
29
Weissmies 4023 m Helvetia/VS Weissmies Gruppe


 
   
  Die Monte Rosa Gruppe aus ca.11000 Meter.
Deutlich erkennen sie ganz rechts das Matterhorn.
Vorne das Weisshorn und Dent Blanch. Ganz links gehts zum Gornergrat hoch.
Die Westalpen  




Es gibt eigentlich nur 4 klassische Alpenländer.

Italien umfasst den gesamten Alpenbogen, von den Meeralpen über den Westalpen bis zum Alpenhauptkamm und den Ostalpen.
Die Schweiz hat bei weitem die meisten Berge mit über 4000 Meter.
Österreich besitzt fast den gesamten Anteil der Ostalpen und Frankreich hat mit dem Mont Blanc den höchsten Berg.
Die französischen Alpen reichen von den Westalpen bis zu den Meeralpen.
Deutschland und Slowenien haben nur Randgebiete von den Alpen.
Die Alpen weisen, je nach Definition ca. 200-250 000 Quadratkilometer auf.

Zum Vergleich: Die Anden haben ca. 1,7-2,0 Millionen Quadratkilometer, sie sind somit ca. 9 bis 10 x so groß wie die Alpen, oder in etwa 310 mal so groß wie der deutsche Alpenanteil, mit Bergen bis zu 7000 Meter.

Oberhalb vom Bodensee können Sie keine Berge in Deutschland ausfindig machen.
Somit kann es auch keinen Berglauf oberhalb der Bodenseelinie geben, das kann sich dann nur Hügellauf nennen.

Berge gibt es nur in Gebirgen. (Ausnahme: große Vulkanberge wie z.B. der Kilimanjaro,5895 Meter oder der Fujisan, Fudschijama mit 3776 Meter, das sind riesige Schichtvulkane) Gebirge wurden nur durch tektonische Plattenverschiebungen geschaffen oder durch Vulkanismus.
Ein Berg wird definiert durch Schartenhöhe und der Dominanz. Ein Hügel hat keines dieser Eigenschaften.
Sie können dies unter auf
click Alpen Teil 4 genauer nachlesen
.

Die Pyrenäen
zweitgrößtes Gebirge Europas mit einer Länge von ca. 440 km und einer Breite von 130 km.
Grenzgebirge Frankreich - Spanien.
Der Gebirgszug hat 200 Gipfel über 3000 Meter, mit dem Pico de Aneto, 3404 Meter als höchsten Berg.

Die Pyrenäen sind ein Faltengebirge aus Schiefern und Kreide aufgebaut.

 
Pico de Aneto, 3404 Meter Pyrenäen
 
Die Pyrenäen Januar 2004

Bei dieser Aufnahme sieht man besonders gut den schmalen Hochgebirgszug der Pyrenäen - Aufnahme 12. März 2015



Der Elbrus
liegt im Kaukasus, Russland. Ein Vulkanberg mit 2 Gipfeln 5642 und 5621 Meter. Beide Gipfel sind vergletschert.

Erstbesteigung 1829 von Killar Khashirov, Bergführer der russischen Armee. Der höhere Gipfel wurde vom Balkanischen Bergführer, Akhia Scottaier, 1874 erstiegen. Er war als Bergführer einer Gruppe von Kletterer,

Gardner, Grove, Walker (alle Engländer) und dem Schweizer Kubel angestellt.

Ob der Elbrus, bzw.der Kaukasus zu Europa gehört ist strittig.

Nach der geologischen Grenze ist weder der Mont Blanc noch der Elbrus der höchste Berg Europas, sondern der Mount Everest, da Europa und Asien ein Kontinent ist. (Plattentektonisch betrachtet)

Nach der "von Strahlenberg" 1730 gezogenen Grenze, gehört der Kaukasus bzw. der Elbrus nicht zu Europa.

(Manytsch Niederung) Der Schwedische Offizier in russischer Gefangenschaft wurde vom Zaren beauftragt die Landvermessung vorzunehmen.

Dabei wurde die Manytschniederungs-Grenze gezogen.

Die Abgrenzung ist also willkürlich gezogen und musste sich immer den politischen Machtverhältnissen beugen.

So gesehen war der Elbrus auch schon mal der höchste Berg Deutschlands, für 2 Jahre.

Im allgemeinen zählt der Kaukasus nicht zu Europa, politisch betrachtet.

Der absolut höchste Deutsche Berg den es je gab, war die Kaiser - Wilhelm - Spitze mit 5895 Meter.
von 1902 bis 1918, besser bekannt unter den Namen??? Kili...

 

Es ist die bedeutendste  Wasserscheide zwischen Nordsee und Mittelmeer

Die Alpen sind erdgeschichtlich ein junges Gebirge. Die heutige Form der Alpen ist erst im QUARTÄR entstanden. Also vor 2,5 Mill. Jahren bis vor 11 000 Jahren. Sie sind durch Faltungen und Überschiebungen geformt worden.

Dabei gab es mehrfache Vereisungszeiten. Kalt -und Warmzeiten.

„Interglaziale“ in einem Zeitrhythmus v. etwa 100 000 Jahren mit Schwankungen von 10 Grad. Wir befinden uns in einer „Warmzeit“ (Gott sei Dank)

Während des Mittelalters, (950-1350 n. Chr.) war es ca. um 1,5 Grad wärmer als jetzt und die Gletscher kleiner.

Man unterscheidet zwischen West – und Ostalpen, bzw. Süd - und Nordalpen.
Die höchsten Erhebungen finden sich in den Westalpen.( Gneisalpen)

Die Westalpen brechen sehr steil in die Poebene ab.

Die Ostalpen haben einen regelmäßigeren Aufbau. In den teilweise vergletscherten Zentralalpen gibt es Schieferzonen.

Im Norden und Süden der kristallinen Zentralalpen findet man zum Teil verkarstete Kalken und Dolomiten.  


 
Nördliche Kalkalpen bei Füssen
  Im Tannheimer Tal  
   Nördliche Kalkalpen b. Füssen, GER
                   Im Tannheimer Tal, AUT
 

                                                    

 
Nördliche Kalkalpen, Zug-und Alpspitze
  Südliche Kalkalpen, Drei Zinnen, Dolomiten  
 
    Nördliche Kalkalpen b. Garmisch,
Alpspitze und Zugspitze
 
    Südliche Kalkalpen        
Drei Zinnen,Südtirol, ITA
 

   

 
    Nördliche Kalkalpen. Typische Karwendel-Kare mit Latschen Bewuchs.
 
Nördliche Kalkalpen, Tirol, AUT. Durch
Erosion entstandene Schotterfelder.  
    


 

Südliche Kalkalpen, Südtirol ITA Die Langkofel - Gruppe mit Scharte, Mitte. Beim Langkofel-Berglauf führt der Weg durch die "versteinerte Stadt" rauf zur sehr steilen, schottrigen Langkofelscharte, kleines Schneefeld.

 

Auch hier sehr gut zu erkennen, die Abtragungen durch Erosion das Schotterfeld, vorne die versteinerte Stadt.

Der Wendelstein, 1838 Meter im Mangfallgebirge, bayrische Voralpen, besteht aus dem sogenannten Wettersteinkalk.
Vorne links, das Bayerische Parlament, Maximilianeum  in München.
Die Aufnahme vom 3. Jan. 2012 entstand aus 700 Meter Höhe vom Olympiaturm. siehe auch Alpen Teil 3

Die ALPEN sind das formenreichste Gebirge Europas auf Grund der vielfältigen Gesteine sowie die Einwirkung der Eiszeit.

Die Marmolada 3342 m,  ist der höchste Gebirgsstock der italienischen Dolomiten und hat den größten Gletscher der Südalpen.

Die Gletscherströme haben die Täler ausgeweitet und an den Rändern der Alpen bildeten sich tiefe Seen. Bodensee, Genfersee, Vierwaldstätter See, die oberitalienischen Seen, Chiemsee und Gardasee.

Heute sind nur noch ca. 1,5% der Gesamtfläche der Alpen vergletschert. Ca. 3000 qkm.

Die größten Gletscher sind der Aletschgletscher 25 km lang und 87 qkm groß, sowie der Gornergletscher 14 km und 69 qkm. Beide im Wallis.

Mer de Glace, 12km und 33 qkm am Montblanc. Am Großglockner, 3798 m, höchster Berg Österreichs zieht sich die Pasterze 9,0 km entlang und ist mit ca.15 qkm der größte Gletscher Österreichs und der längste der Ostalpen.

Seit 1856 hat die Fläche des damals über 30 qkm mächtigen Eismantels beinahe um die Hälfte abgenommen.

Die Gletscher werden im Osten Österreichs auch Kees genannt. Im französischen Glaciers, und im italienischen Ghiacciaio. Auch die Bezeichnung Firn findet man in den Alpen für Gletscher.(Vorarlberg, Engadina) sowie Ferner
(Ötztaler u.Südtiroler Alpen)

Der Hobbardgletscher in Alaska ist der Größte der Welt mit 122 km und 3400 qkm.

In den Alpen gibt es "noch" ca. 4000 Gletscher. Was man"noch" als Gletscher bezeichnen kann, dürfte sicher Auslegungssache sein. siehe Zugspitzgletscher.

In den 1970er Jahren gab es in den Alpen etwa 5.150 Gletscher, die eine Fläche von 2.903 qkm bedeckten.
(davon 1342 qkm in der Schweiz, 602 qkm in Italien, 542 qkm in Österreich und 417 qkm in Frankreich).
Eine Studie über die Entwicklung dieser Gletscher in den Alpen seit 1850 kommt zu dem Ergebnis, dass bis 1970 bereits 35 % der ursprünglich vorhandenen Gletscherfläche verschwunden war und dass sich dieser Schwund bis 2000 auf annähernd 50 % vergrößert hat.Das bedeutet, dass bereits die Hälfte der ehemals von Gletschern bedeckten Fläche durch den Rückgang des Eises freigelegt worden ist.


       
  Ob man dieses Eisfeld am Zugspitzplatt noch als
Gletscher bezeichnen kann??
    linke Aufnahme 17 Juli 2004 - rechts vom Zugspitzplatt 10. Juli 2011
siehe auch Zugspitzläufe
 

                                        

       
  Gewaltige Gletscher im Berner Oberland bis hin zum Matterhorn
das man hier gerade noch erkennen kann.
    Das sind (noch) wirkliche Gletscher. Das Nährgebiet vom Morteratsch-Gletscher/Graubünden wird von mehreren Hanggletschern gespeist.  
  Der Aletschgletscher      
  Der Aletschgletscher; Blick nach Norden zum Jungfraujoch.  Fotografiert beim Aletschlauf 2002   Der Aletschgletscher, Blick vom Jungfraujoch Richtung Süden. Links das Eggishorn, 2927 m.  
Der Gornergletscher, der drittlängste in den AlpenWallis/Schweiz
 

       
  Das war noch vor kurzem ein Hanggletscher.
 Vor ca.200 Jahren hat er noch so wie der rechte ausgesehen . Französische Alpen
  Diesem Hanggletscher geb ich nur noch  77 Jahre.
Hier könnte man schon fast von einem Plateau-Gletscher sprechen. Französische Alpen
 
---und das hinterlässt ein Gletscher wenn er sich zurückzieht. Schöner Gletscherschlif
 


Die Reflektionsfähigkeit der Sonnenstrahlen hat einen „Albedo“ Wert.

Für die gesamte Erde beträgt er 0,43, für Laubwald 0,2 und für Schnee 0,85,

d.h. 85% der Sonnenstrahlen werden wieder reflektiert. (erhöhte Sonnenbrandgefahr, Schneeblindheit) Leichte Klimaverschlechterungen vergrößern die Gletscher und erhöhen die „Albedo“ wodurch Selbstverstärkungsprozesse entstehen.

Alpen
Der Name „Alpen“ entstand aus dem „Almende“= mittelhochdeutsch und bedeutet „allgemeinde“, also Almen, Bergmähder, Waldflächen, die nicht in Privatbesitz sind.

Daraus entstand das Wort Alm=bajuwarisch, Alp=alemanisch, bezeichnet das Weidegebiet oberhalb des Waldes.

Die Almen und Alpen sind Gebirgsflächen die während des Sommers vom Vieh beweidet werden, die auf Grund der Entfernung vom heimatlichen Hof einen täglichen Heimtrieb des Viehs unmöglich machen.

Werden Almen nicht beweidet, sondern nur gemäht, heißen sie „Bergmähder.“
Die größte „Bergmähder“ in den Alpen ist die Seiser Alm in Südtirol, Italien.

Somit entstand der Name Alpen schlicht und einfach durch das Wort „ALP.“

 

 
   
Gamshüttenlauf 2004
 
 
Sennerin in den Karnischen Alpen. Das Heu wird an diesen Querstangen zum trocknen aufgehängt.
   

Alm im Zillertal. Siegerehrung Gamshüttenlauf 2004. Die Berge im Hintergrund zeigen typischen Almbetrieb, in den Zillertaler Alpen.

 
 
   
 
  Diese Heuschober werden heutzutage zweckentfremdet...  

...mit Krempel ..Aufnahmen im Mai aus dem Gailtal
in Kärnten/Österreich

 
 
   
 
  So wird heutzutage das Heu aufbereitet, in Plastikfolien,
gleich nach dem Schnitt
 
Das sind "Heumandl" trocknen des frisch geschnittenen Grases,
hier aber nicht im alpinen Gelände dazu sind sie zu groß
 

     
  Nur noch selten sieht man die "Heumandl"   hier bei Ehrwald mit Zugspitze - Österreich  

     
  Das Heu wurde auf diese Holzstangen zum Trocknen aufgehängt   Benützt werden sie kaum noch - Vorarlberg - Österreich  

Vorarlberg - Österreich


 
   
 
 
Auf der Postalm in Österreich. Zweitgrößtes Almengebiet der Ostalpen, ca.42 qkm im Salzburger Land, nähe des Dachstein. Mittlere Höhe 1300 m.
   

2000 Tiere beweiden das vor 300 Jahren entstandene Almengebiet. Es gibt eine menge Almenblumen Wiesen.

Erstaunlicherweise keine Überweidung.

 

Die Definition

was alles zu den Alpen zählt, wird in den verschiedenen Alpenstaaten unterschiedlich ausgelegt.

Wenn man von der Definition „Alm/Alp“ ausgeht, also das Gebiet, was erst oberhalb von 1000 Höhenmeter beginnt, wäre
der Alpenraum erheblich kleiner.

Die Definition an den Alpenrändern wird großzügig ausgelegt.

In der Schweiz werden die randalpinen „Hügelgebiete“ z.B. Emmental, Züricher Oberland aus dem Geltungsbereich der Alpen ausgeschlossen.

In Bayern hingegen wird das gesamte Alpenvorland mit zu den Alpen gezählt.

Wodurch die Fläche der bayerischen Alpen verdoppelt und die Einwohnerzahl verdreifacht wird.

Die unterschiedliche Einstufung hat weit reichende Folgen hinsichtlich der Alpenkonvention. Bevölkerung, Tourismus, Naturschutz, Bebauung, Strukturförderung und Kernzone der Alpen. 

Das Übereinkommen wurde 1991 in Salzburg unterzeichnet.

Im Jahr 2000 wurde das umstrittenste Problem „Verkehrspolitik Alpentransit,“

über das 11 Jahre lang verhandelt wurde, unterzeichnet.

Darin verpflichten sich die Alpenländer auf den Bau „hoch rangiger“ Straßen zu verzichten.

Die Errichtung und Ausbau umweltgerechter Verkehrssysteme zu fördern und schrittweise ein Mautsystem einzuführen
und Tourismusorte autofrei zu machen.

Zur Zeit gibt es eigentlich nur kleine, autofreie Orte in den Alpen.

Zermatt, Saas Fee, Bettmer-Riedereralp, Wengen, Mürren, Leukerbad. Alle in der Schweiz!

Die Alpen sind das am dichtesten besiedelte Hochgebirge der Welt!


Die mittlere Definition Alpenraum besteht somit aus knapp 6000 Gemeinden in den 7 Anliegerstaaten mit einer
Fläche von ca. 185 000 qkm und ca. 12 Millionen Einw.

Die Randstädte z.B. Salzburg, Turin usw. sind dabei nicht eingerechnet.


Einwohnerdichte der Alpenstaaten

Staaten
pro qkm

Fläche qkm

Einwohner

Mill.

Alpenanteil ca.in %

und qkm

Deutschland
229
357 000
82,4
  3%  -    5 300 qkm
Bayern
177
70 550
12,45
  7,5%  -  5 300 qkm
Italien
190
301 000
58,6
28%  -  51 000 qkm
Schweiz
175
41 200
7,4
15%  -  27 000 qkm
Frankreich
106
544000
60,6
20%  -  37 000 qkm
Österreich
96
83 800
8,2
30%  -  54 000 qkm
Slowenien
96
20 300
2,0
  4%   -   6 900 qkm
Lichtenstein nicht relevant
191
160
34 000 Einw.
Die Schweiz zählt das Alpen-Vorland

nicht

zu den

Alpen!

Alpen (gesamte Fläche)

die mittlere Definition umfasst die

Gebiete oberhalb 1000 Hm

60
   

mittlere Definition

ca. 185 000 qkm

220 -240 000 qkm

Alpen
(dauerhaft besiedeltes Gebiet)
240
     
Europäische Union
115
3,975 000
460 Mill.
ca 4,5 bis 6% je nach Definition

Die durchschnittliche Bevölkerungsdichte von 60 Einw. pro Quadratkilometer bezieht sich auf den gesamten Alpenraum ( 220 - 240 000 qkm )

Der durchschnittliche Dauersiedlungsraum der Alpen ist wesentlich kleiner auf grund der natürlichen Gegebenheiten. Besiedelung ist hauptsächlich in den größeren Tälern mit zunehmender Zersiedelung und Verstädterung. Somit ist die Dichte der dauerhaften Besiedelung extrem hoch und mit den dichtest besiedelten Gebiete der Erde vergleichbar.

siehe Tabelle.


         
Japan
330
377 800
126 Mill.
70% Gebirgesanteil
Indien
278
3,3 Mill.
1,112 Mill.
 
USA
26
9,6 Mill.
298 Mill.
 
Kanada
3
9,98 Mill.
32 Mill.
 
Neuseeland
15
268 700
4,1 Mill.
 
Nepal
188
147 000
27,6 Mill.

über 40% d.Landes liegen über 3000 Meter

Peru
22
1,285 Mill.
28 Mill.
über 50% Gebirge
         


Es ist eine wachsende Verstädterung in den Tälern feststellbar und zugleich eine verstärkte Entvölkerung in den kleineren Gemeinden und inverschiedenen

Alpenregionen.

Die Zentralalpen boomen auf grund des starken Tourismus, in denSüdwestalpen, sowie in den kleineren Seitentälern und Berghängen ist eine Entsiedelung zu verzeichnen.






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